Depot-Vergleich: Zu mehr Durchblick bei allen Kriterien – Finde mit uns das kostengünstigste und leistungsstärkste Depot

Bei der langfristigen Geldanlage und beim Trading mit Wertpapieren wirkt sich die Wahl des Depots entscheidend auf die Kostenstruktur aus. Wer die Kosten möglichst gering hält, profitiert von einem höheren Gewinn.

Neben der Kostenfrage sind die Ansprüche an den Service hochindividuell: Während die eine Person eine umfassende Beratung durch Bankpersonal wünscht, legt die andere Person keinen Wert darauf und kann in diesem Punkt sparen.

Letztendlich wirken sich zahlreiche Kriterien beim Depot-Vergleich darauf aus, welches Depot für dich persönlich das richtige ist. Auf unserer Website haben wir das Ziel, dir alle Kriterien vorzustellen und dich dahin zu führen, dass du die Entscheidung für ein Depot möglichst treffend tätigst.

Falls du dich bereits auf diesem Gebiet auskennst und dir Begriffe wie Ordervolumen, Orderprovision, Depotvolumen und Depotführungsgebühren etwas sagen, dann nutze gern unseren schnellen tabellarischen Depot-Vergleich direkt hier unten! Ansonsten informieren dich die Texte auf dieser Seite sowie unseren Unterseiten zu Depots und dem Depotübertrag ausführlicher. Viel Erfolg!

Erste Orientierungshilfe: Filialbank, Direktbank oder Online-Broker?

Eine erste Orientierungshilfe bei der Frage, wo ein Depot eröffnet werden sollte, bietet die Unterscheidung zwischen Filial- und Direktbanken sowie dem Online-Broker. Filialbanken sind jene, die über ein Filialnetz verfügen. Direktbanken beschränken sich voll und ganz aufs Online-Banking.

Infografik zur Frage, was man bei der Depoteröffnung beachten muss

Fakt ist, dass die durch das Filialnetz verursachten Kosten (u. a. Personal, laufende Kosten des Standorts) bei Filialbanken ausgeglichen werden müssen. Dies geschieht über höhere Kosten für Kunden. So fallen bei Depots die Trading-Gebühren grundsätzlich höher als bei Direktbanken oder dem Online-Brokeraus.

Im Gegenzug erhältst du als Kunde einer Filialbank einen umfassenderen Service als bei der Direktbank. Filialbanken offerieren standardmäßig persönliche Beratungen, Direktbanken jedoch nicht – es sei denn, du wählst spezielle und kostenpflichtige Tarife, die einige Direktbanken anbieten.

Bei einer Direktbank oder dem Online-Broker wirst du dich größtenteils mit einer Hotline zufriedengeben müssen, die dir zu beschränkten Öffnungszeiten für Rückfragen zur Verfügung steht. Ansonsten wird ein E-Mail-Kundenservice eine Alternative zur Kontaktaufnahme darstellen.

Fachfragen beantworten und mit Kompetenz überzeugen – das sind nicht die Spezialgebiete des auf triviale Anliegen ausgelegten Kundenservices der Direktbank. Nichtsdestotrotz sind Anfänger bei einer Direktbank nicht automatisch falsch aufgehoben. Anbieter wie Smartbroker haben informative und für Laien gut bedienbare Benutzeroberflächen und verschicken regelmäßig Reportings.

Nun deine Entscheidungshilfe:

Du tendierst dazu, dass du:

  • eine günstige Kostenstruktur beim Trading haben möchtest und dir eine fachliche Beratung unwichtig ist? Dann befasse dich mit den Direktbanken oder dem Online-Broker als Depot-Anbieter!
  • Wert auf den Service einer Filialbank legst und die Kosten kaum eine Rolle spielen, weil dir der Service nicht nur kompetent, sondern auch komfortabel ist? Auf zur Filialbank!
  • dich auf eine Bank nicht festlegen möchtest, sondern die Angebote ganz genau durchgehen und vergleichen möchtest? Lese insbesondere in diesem Fall weiter.

Übersicht über ausgewählte bekannte Banken und deren Zuordnung

FilialbankenDirektbanken
CommerzbankDKB
HypoVereinsbank (HVB)Consorsbank
SparkasseING DIBA
TARGOBANKSmartbroker
PostbankTrade Republic
 1822 direkt
 Flatex
 Onvista
 Comdirect (Tochter der Commerzbank)

Achtung: Der Haken bei Filialbanken, Direktbanken und dem Online-Broker

Keine Bank ist ohne Fehl und Tadel. Regelmäßig nehmen renommierte Institute wie die Stiftung Warentest oder Fachzeitschriften wie das Handelsblatt verschiedene Depot-Anbieter unter die Lupe. Darüber hinaus gibt es Privatpersonen, die auf Bewertungsplattformen ihre Erfahrungen teilen, die dann allerdings weniger objektiv ausfallen.

Wir bei wertpapierdepot-eroeffnen.de bewegen uns irgendwo dazwischen, wobei wir unsere eigenen Eindrücke aus dem Trading und den Tests mit verschiedenen Banken in Abstimmung auf die Erfahrungen von Kunden auswerten.

Bei alledem zeigen sich Kritiken an Filial- und Direktbanken sowie dem Online-Broker, die auffällig häufig auftreten: Bei Filialbanken wird beispielsweise moniert, dass der versprochene Service zwar vorhanden ist, jedoch die Beratung von Kunden nicht immer objektiv erfolgt.

In einem unabhängigen Test machten Kunden bei der Sparkasse die Erfahrung, dass die Berater in kleineren Niederlassungen nur über unzureichende Qualifikationen verfügten, Produkte in höheren Risikoklassen zu vermitteln.

In den niedrigeren Risikoklassen wurden hauptsächlich die Fonds der Sparkasse höchstselbst verkauft, was den Profit der Bank förderte, jedoch für Kunden nicht zwingend mit einer lohnenden Rendite einherging.

Auch Direktbanken und der Online-Broker haben ihren Haken: Dass der Service auf eine Hotline oder E-Mails reduziert ist, wird offen kommuniziert, doch wenn dieser Service kontaktiert wird, dauert es in einigen Fällen bei wesentlichen Anliegen (z. B. fehlende Auszahlung auf dem Konto) zu lange, bis eine Antwort kommt.

Probleme, die laut Kundenerfahrungen bei Direktbanken auftreten können und vom Service nicht souverän gehandhabt werden, sind das nicht rechtzeitige Einreichen der Freistellungaufträge sowie die falsche Abbildung der Einstandskurse bei Depotüberträgen.

Zwischenfazit zu Filialbanken, Direktbanken und dem Online-Broker

Entscheide zwischen Filialbanken, Direktbanken und dem Online-Broker zur Eröffnung deines Wertpapierdepots möglichst differenziert. Keine Bank ist ohne Fehl und Tadel, weswegen du dir unsere Unterseiten mit den einzelnen Depots genau durchlesen solltest.

In der obigen Vergleichstabelle bilden wir lediglich die nackten Zahlen ab, doch auf den Unterseiten ist es uns möglich, außerdem auf Kundenerfahrungen und unsere eigenen Erfahrungen mit den Depot-Anbietern einzugehen. Bei Einbezug dieser Infos gelingt dir eine bessere Depot-Entscheidung.

Ohnehin ist es nicht unüblich, mehr als nur ein Depot zu wählen. Beispielsweise ist das Trade Republic-Depot aufgrund von negativen Kundenerfahrungen mit verspäteten Einzahlungen oder falschen Kursen bei der Verwahrung von Wertpapieren ein heißes Pflaster. Dafür ist der Ankauf der Wertpapiere bei Trade Republic günstig.

Der optimale Weg ist also, das Depot von Trade Republic nur zum Ankauf zu nutzen. Die gekauften Wertpapiere überträgst du im Anschluss auf ein anderes Depot, das bei der Verwahrung von Wertpapieren unbedenklich ist.

Wie du siehst: Die Depot-Wahl ist selten eine statische Entscheidung, bei der sich durch die Eröffnung eines Depots zufriedenstellend traden ließe. Viele Trader eröffnen mehrere Depots, um die Vor- und Nachteile verschiedener Depot-Anbieter miteinander zu kombinieren.

Vorteilhaft kann auch die Eröffnung zweier Depots bei einem Anbieter sein, um beispielsweise je ein Depot zu verschiedenen Zwecken zu nutzen. Dies ist die praktische Funktion von Unterdepots.

Bis hierhin ist klar:

  • Eröffne deine Depots und wähle deine Depot-Anbieter so, dass du eine auf dein Trading maßgeschneiderte Lösung erhältst.
  • Dabei kann es dazu kommen, dass du sogar mehrere Depots bei einem Anbieter oder mehrere Depots bei mehreren Anbietern eröffnest.
  • Das Ziel sollte sein, möglichst geringe Gebühren für den Kauf und Verkauf sowie das Halten von Wertpapieren zu zahlen. Dabei hat die Befriedigung deiner Ansprüche (z. B. Depot-Untergliederung, persönlicher Service) beachtet zu werden.

Die nackten Zahlen: Anhand von Orderprovision, Gebühren für Depotführung und weiterer Kennzahlen für ein Depot entscheiden

Sämtliche Kosten, die für dich im Zusammenhang mit der langfristigen Geldanlage bzw. dem Trading mit Wertpapieren entstehen, solltest du durch Gewinne wiedererwirtschaften. Andernfalls machst du beim Handel Verlust und kannst dir das Trading sparen.

Dieses Ziel zu erreichen, ist für beginnende Anleger insbesondere dann schwierig, wenn sie geringe Beträge von 20 € monatlich investieren, aber jährlich allein 20 € an Depotführungsgebühren zahlen müssen, wie es bei einigen Filialbanken der Fall ist. Dies setzt eine jährliche Rendite von fast 10 % voraus, damit die Gewinne aus dem Handel die Gebühren für die Depotführung refinanzieren.

Derart hohe Depotführungsgebühren treten fast ausschließlich bei Filialbanken auf. Aus diesem Grund sind Depots bei Filialbanken allein im Hinblick auf das bloße Kriterium der Depotgebühren ausschließlich für Personen lohnend, die zu Trading mit mindestens vierstelligem Kapital bereit sind.

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie sehr zahlengesteuert die Entscheidung für oder gegen ein Depot ist. Aus diesem Grund werden relevante Kennzahlen für den Vergleich von Depots im Folgenden näher vorgestellt. Allein die Abwägung, ob Filialbank, Direktbank oder Online-Broker, ist unzureichend.

Depotführungsgebühren

Das Beispiel der Depotführungsgebühren hat bereits die wichtigsten Aspekte erklärt. Bei nahezu allen Online-Banken und -Brokern und ebenso mittlerweile bei immer mehr Filialbanken entfallen die Kosten für die Führung des Depots.

Einige Depot-Anbieter machen die Höhe der Gebühren von der Höhe des Depotvolumens abhängig. Als ideales Beispiel dient das Commerzbank-Depot: Hier variieren die Kosten zwischen 0,175 % und 0,9 % des Ordervolumens, was sich von Depotmodell zu Depotmodell unterscheidet. Die Commerzbank bietet 5 Depotmodelle an. Darüber hinaus gibt es Mindestgebühren für das Depot.

Variable Depotführungsgebühren, das Kleingedruckte – das sind zwei Aspekte, die du immer in den Depot-Vergleich einzuschließen hast. Wenn die Depotführungsgebühren an Bedingungen geknüpft sind, so hältst du diese Bedingungen bestenfalls ein, um nicht draufzahlen zu müssen.

Orderprovision

Die Orderprovision ist ein Kriterium, das meist komplexer als die Depotführungsgebühren ist. Dies liegt u. a. daran, dass die Orderprovision bei nahezu jeder Bank und bei fast jedem Broker verlangt wird. Nicht mit den Depotführungsgebühren, aber zumindest mit der Orderprovision verdienen die Anbieter also ihr Geld.

Bei der Gestaltung und Bewertung der Orderkosten ist auf Grenzbeträge, Partnerschaften und Mindestentgelte/Maximalentgelte zu achten. All diese Aspekte können die Orderkosten senken oder erhöhen. Es gestaltet sich wie folgt:

  • Grenzbeträge: Bei einigen Anbietern gelten Grenzbeträge, ab denen bestimmte Orderkosten gelten oder entfallen. Beispielsweise gilt für das Smartbroker-Depot, dass Orders ab einem Ordervolumen von 500 € kostenfrei sind.
  • Partner: Wieder stellt das Smartbroker-Depot ein optimales Beispiel dar, denn unterhalb von 500 € Ordervolumen liegt die Orderprovision dort für die meisten Wertpapieren bei 1 € und somit am geringsten – jedoch nur beim Trading über den Partner Lang & Schwartz!
  • Mindestentgelte/Maximalentgelte: Für Orders können Mindest- und Maximalentgelte gefordert werden. So ist es bei dem ING-Depot, das pro Order eine Grundgebühr von 4,90 € + 0,25 % vom Kurswert verlangt. Es gilt eine Maximalgebühr von 69,90 €.

Darüber hinaus ist bei einigen Depots eine Mindestanzahl an Orders pro Quartal, Halbjahr oder Jahr gefordert, damit bestimmte Konditionen greifen. Auch diese Bedingungen gehören eingehalten, weil ansonsten ein Anstieg der Ordergebühren die Folge sein kann.

Erteilung der Order

Wie die Order erteilt wird, kann Einfluss auf die Höhe der Orderprovision nehmen und tut dies meistens auch. Beim TARGOBANK-Depot (gemeint ist hier das Depotmodell Klassik Depot) wirst du für Orders am Schalter mindestens 34,90 € bzw. 0,5 % des Ordervolumens zahlen müssen. Demgegenüber stehen die geringeren Mindestgebühren von 8,90 € bei einer Online-Order.

Einige Banken wie die Sparkasse bieten zudem die Option einer telefonischen Order-Erteilung. Bei dem Sparkasse-Depot fallen in diesem Fall beim Kauf und Verkauf der meisten Wertpapier-Arten Gebühren von 9,90 € + 1 % vom Kurswert an – eine Online-Order hingegen kostet 4,90 € + 0,6 % vom Kurswert.

In einem Vergleich mit Online-Orders und den generellen Ordergebühren schlagen Order-Erteilungen per Telefon oder am Schalter von Filialbanken deutlich zubuche. Dementsprechend solltest du immer Depots wählen, bei denen du die Option auf Online-Orders hast. Das ist ein Mindestkriterium.

Ausgabeaufschläge bei Sparplänen und Investmentfonds

Bei dem Kauf von Fondsanteilen fällt üblicherweise immer ein Ausgabeaufschlag (Agio) an. Dieser Ausgabeaufschlag dient dazu, die Vertriebskosten und das Management eines Fonds zu finanzieren. Bei den zurzeit im Trend befindlichen ETFs (Index-Fonds) sind die Ausgabeaufschläge geringer.

Sparpläne, wie sie von Banken und Brokern den Depot-Inhabern angeboten werden, bergen den Vorteil, dass in Fonds investiert und somit das Risiko bei der Geldanlage direkt gestreut wird. Du zahlst einen monatlichen Sparbetrag ein und kannst zudem vom Cost-Average-Effect (Durchschnittskosteneffekt) profitieren.

Wünschenswert ist, dass Banken und Broker möglichst viele Sparpläne anbieten und dabei auch kostenfreie Angebote enthalten sind. Ein Beispiel für einen Anbieter, der sich auf Sparpläne spezialisiert hat, ist das Oskar-Depot. Hier existiert allerdings kein kostenfreies Angebot und die Auswahl an Fonds ist auf ETFs und ETCs – derer 10 insgesamt – beschränkt.

Ein guter Depot-Anbieter wird Hunderte von Sparplänen mit bekannten ETFs von beispielsweise Amundi und Xtrackers im Angebot haben; darunter auch kostenlose oder solche mit beispielsweise 50 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Sonstige Qualitätskriterien im Depot-Vergleich

Mit dem Hinweis von eben, dass ein guter Depot-Anbieter „Hunderte von Sparplänen mit bekannten mit bekannten ETFs von beispielsweise Amundi und Xtrackers im Angebot haben“ wird, ist ein neues Kapitel des Depot-Vergleichs eröffnet: Die qualitativen Merkmale stehen nun im Fokus.

Abgesehen von den nackten Zahlen und somit der Antwort auf die Frage, wie viel das Depot kostet, sollte dich auch interessieren, was du dafür geboten bekommst. Dementsprechend folgt nun ein Überblick samt Erklärungen über qualitative Merkmale.

Angebot an handelbaren Wertpapieren und Handelsplätzen

Es gibt Anbieter wie etwa das Trade Republic-Depot, bei dem keine Fonds und keine Anleihen gehandelt werden können. Stattdessen ist eine Besonderheit, dass Kryptowährungen handelbar sind. Je nachdem, mit welchen Wertpapier-Arten du handeln möchtest, ist das Depot zu wählen.

Optimal sind Depots, bei denen du Aktien, Fonds, ETFs, Sparpläne, Anleihen, Devisen, Futures, Optionsscheine, CFDs und Zertifikate handeln kannst. Diese Arten von Wertpapieren sind nahezu alle wesentlichen.

Beschneidungen im Angebot an handelbaren Wertpapieren solltest du dadurch kompensieren, dass du ein Zweitdepot bei einem anderen Broker eröffnest oder von vornherein einen Anbieter wählst, der alle für dich relevanten Wertpapiere handeln lässt.

Auch wichtig ist das Angebot an Handelsplätzen: Die Menge an Handelsplätzen beeinflusst die Zeitfenster, in denen du traden kannst. So hat beispielsweise die XETRA längere Öffnungszeiten als die Stuttgarter Börse. Dafür ist die Stuttgarter Börse der wichtigste deutsche Handelsplatz für Anleihen.

Sofern du auch ausländische Wertpapiere hältst und schnell auf Entwicklungen auf den ausländischen Märkten reagieren möchtest, ist es von Vorteil, wenn dein Broker oder deine Depotbank dir den Handel über den entsprechenden Markt (z. B. New York Stock Exchange) anbietet.

Wie du siehst, verschafft ein möglichst breites Angebot an Wertpapieren und Handelsplätzen kürzere Reaktionszeiten und mehr Perspektiven im Trading. Beachte dies bei der Wahl deines Depots und informiere dich auf den Websites der Anbieter über diese Spielräume.

Du könntest beispielsweise so vorgehen, dass du aus unserem Vergleichsrechner die 3 günstigsten Anbieter aussuchst (sofern geringe Kosten deine Priorität sind) und dich auf den Websites der Anbieter, zu denen du weitergeleitet wirst, anschließend genau über das Angebot an Handelsplätzen informierst. Auch auf unseren Unterseiten findest du diese Infos, so z. B. zum comdirect Depot und flatex Depot.

Durchführung von Depotüberträgen und Freistellungsaufträgen

Wenn du aktuell dein Depot bei einem anderen Anbieter hast und das komplette Depot oder Teile davon übertragen möchtest, ist ein Depotwechselservice praktisch. Bei diesem Service gibst du an, welche Wertpapiere du aufs neue Depot übertragen möchtest.

Die meisten Depot-Anbieter und Broker bieten einen Depotwechsel-Service an – schließlich ist das Ziel der Anbieter, dich als zahlenden Kunden zu gewinnen. So ist es bei fast allen bisher in diesem Artikel genannten Anbietern (Ausnahme: Trade Republic), außerdem beim Onvista-Depot und beim Consorsbank-Depot – alles mit Depotwechsel-Service.

Freistellungsaufträge sind im Hinblick auf Steuerersparnisse wichtig. Falls deine Depotbank diese anbietet, dann nutze dies: Du wirst erst nach eingereichtem Freistellungsauftrag die Steuerfreibeträge der Abgeltungssteuer und Kapitelertragsteuer nutzen.

Mehr über die Abgeltungssteuer und Kapitalertragsteuer erfährst du unter den beiden Links. Generell bieten wir dir in unserem Blog eine hilfreiche Übersicht mit Knowhow zu den verschiedensten Themen. Schau gern rein!

Qualität des Services

Die Service-Qualität zu beurteilen, ist eine komplizierte Sache, da sich hierzu meist nur subjektive Kundenberichte im Internet finden. Bei den Vergleichsanbietern weiß man nie Bescheid, wie authentisch die Bewertungen sind, denn oft möchten Vergleichsanbieter die Produkte verkaufen, für die sie selbst die höchsten Provisionen erhalten.

Wir haben uns die Mühe gegeben, auf unseren Unterseiten über die einzelnen Depots die Kundenerfahrungen sowie unsere eigenen Erfahrungen möglichst objektiv einfließen zu lassen. Dies hat zur Folge: Wenn ein Depot tatsächlich nicht empfehlenswert ist, teilen wir dir das klar mit.

Nutze also gern unsere Zusammenfassungen und Bewertungen von Kundenerfahrungen, um auf die Qualität des Services eines Depot-Anbieters zu schließen! Ansonsten darfst du pauschal davon ausgehen, dass der Service einer Filialbank besser als der einer Direktbank ist.

Abschließend musst du nur noch dir selbst die Frage beantworten, ob du den Service überhaupt benötigst oder nicht.

Qualität der App / Website

Auch wenn du dich für eine Filialbank entscheidest, solltest du immer die Möglichkeit haben, per App online auf dein Depot und das Trading zuzugreifen. Zwar haben sich die Direktbanken die Online-Features auf die Stirn geschrieben, doch eine zeitgemäße Filialbank muss ebenfalls eine Online-App oder zumindest einen Trading-Überblick auf der Website anbieten.

Bei der Nutzerfreundlichkeit haben die Anwendungen der Direktbanken und Online-Broker die Nase meist vorn, doch investieren immer mehr Filialbanken zunehmend in die Optimierung des Online-Bankings sowie der Online-Brokerage. Das Online-Depot der Commerzbank darf sich sehen lassen.

Letzten Endes ist ein Online-Depot nicht nur deswegen zu begrüßen, weil es „einfach zeitgemäßer“ und komfortabler ist, als die Orders an den Schaltern der Filialbanken oder per Telefon abzugeben. Online zu traden, bedeutet, auf zeitkritische und kurzfristige Kursentwicklungen adäquat reagieren zu können.

Zusatzangebote wie Verrechnungskonto, Kreditkarte und Girokonto

Ein Verrechnungskonto ist vorteilhaft. Dieses Konto wird vom Broker oder der Depotbank gestellt und dient dazu, Geld darauf einzuzahlen bzw. das Geld auszuzahlen. Wenn du dich beispielsweise bei einem Depot-Broker anmeldest und dieser ein Verrechnungskonto anbietet, zahlst du einmalig Geld ein und kannst dieses zum Wertpapierhandel nutzen.

Natürlich könntest du dein Girokonto anstelle eines Verrechnungskontos nutzen, doch dieses Geld wird von Banken bekanntlich in Umlauf gebracht. Bei einem Verrechnungskonto ist es anders: Das dort eingezahlte Geld ist ausschließlich dort befindlich und nur für dich verfügbar.

Weitere Zusatzangebote können regelmäßige Depot-Berichte, Expertentipps und Auswertungen sein, die du von deiner Depotbank zugeschickt bekommst. Diese Funktionen bieten hauptsächlich, aber nicht nur Filialbanken an.

Zusatzangebote können zudem über das Trading hinausgehen. Ein ideales Beispiel hierfür ist das HypoVereinsbank-Depot, das speziell auf wohlhabendere Kunden zugeschnitten ist. In ihrem Depotmodell HVB Global schnürt die Filialbank ein umfassendes Leistungspaket:

  • Gegen eine jährliche Grundgebühr von mindestens 1.666 € sind sämtliche Depot- und Orderkosten abgegolten und das sonstige Trading kostenlos.
  • Konto- und Kreditkartenpaket in dem Preis enthalten, sodass ein Girokonto bei einer anderen Bank nicht mehr notwendig ist
  • persönliche Beratung in Filialen und Zugang zu Expertenberichten

Angebote wie diese sind bei Filialbanken in den teuersten Modellen nicht unüblich, jedoch treibt es die HypoVereinsbank in positivem Sinne auf die Spitze: Personen mit viel Kapital und hoher Trading-Aktivität finden hier ein ideales, weil leistungsstarkes und verhältnismäßig preiswertes, Depot.

Wo das Verrechnungskonto und nun das Girokonto zur Sprache kamen: Bei der Eröffnung von Konten ist es wichtig, dass du dich informierst, wie die jeweiligen Banken und Broker ihre Einlagen sichern. Eine Einlagensicherung gemäß deutschen Gesetzes bis zu einem Betrag von 100.000 € ist das Minimum.

Fazit

Der Eröffnung eines oder mehrerer Depots sollte stets ein sorgfältiger Depot-Vergleich vorausgehen. Ziel dieses Vergleichs ist definitiv die Kosteneinsparung, zu der dir unser Vergleichsrechner verhilft. Allerdings darf die Kosteneinsparung nicht über allem stehen…

Es ist erforderlich, dass du dir nach einer Prüfung der Kostenstrukturen deine qualitativen Anforderungen vergegenwärtigst: Was möchtest du von deinem Depot-Anbieter bzw. deinen Depot-Anbietern geboten bekommen? Service bis zu hin regelmäßigen Telefonaten mit Experten und dem Entwurf persönlicher Trading-Strategien ist möglich. Ein Angebot an über 30 Handelsplätzen weltweit ist ebenso im Rahmen des Realistischen.

Was du brauchst, weißt du dann am besten, wenn du vorher getradet hast oder dir vor dem Trading Gedanken über deine Strategien machst. Wenn du keine genaue Vorstellung hast und Trading-Beginner mit geringem Kapital bist, empfehlen wir dir die Eröffnung eines kostengünstigen Depots bei einer Direktbank oder einem Online-Broker.

Je mehr Kapital zur Verfügung steht und je höher deine Ansprüche an professionelles Trading sind, umso mehr sind die teureren Angebote der Filialbanken eine sinnvolle Option. Jedoch ist auch dies individuell: Ein gut informierter Trading-Experte mit sechsstelligem Ordervolumen wird auf Service kaum angewiesen sein und eher nach den günstigen Angeboten ohne Service Ausschau halten.

  1. Führe zuerst mit unserem Rechner einen Kostenvergleich durch.
  2. Suche dir aus den Anbietern innerhalb deines Budgets die interessantesten drei heraus.
  3. Vergleiche auf unseren Unterseiten die Qualität der Anbieter und eröffne dann dein Depot.

So machst du es bei jedem Depot, das du eröffnen möchtest. Insbesondere, wenn du mehrere Depots eröffnest, ist ein sorgfältiger Vergleich der Anbieter wesentlich, damit sich die Vor- und Nachteile aller Anbieter sinnstiftend ergänzen.